Stress - Ursachen, Symptome und Maßnahmen zum Stressabbau

Mit dem Begriff "Stress", der aus der englischen Sprache kommt, wird ein mechanischer Spannungszustand bezeichnet. Meist wird Stress mit negativen Dingen wie Überforderung, Überarbeitung und Hektik in Verbindung gebracht. Allerdings kann Stress auch positiv sein, denn Eustress treibt Sportler bei ihren Wettkämpfen an und motiviert Menschen zu großen Leistungen. Zu viel Stress hingegen kann Krankheiten begünstigen und die Lebensqualität mindern. Der richtige Umgang mit Stress entscheidet darüber, ob Stress positiv wirkt oder krank macht.

Was ist Stress?

Jetzt Stress loswerdenStress wird in drei Kategorien unterteilt. Dabei unterscheidet man zwischen positivem Stress (Eustress), negativem Stress (Distress)und neutralem Stress. Eustress motiviert zu Höchstleistungen, während Distress unangenehme Gefühle und körperliche Empfindungen erzeugt. Bei neutralem Stress kommt es ebenfalls zu Körperreaktionen, die jedoch als neutral bewertet werden. Zu den typischen Stress-Symptomen gehören eine angespannte Schulter-, Nacken- und Rückenmuskulatur, flache und schnelle Atmung sowie Herzklopfen.

Wenn du gestresst bist, kann es ebenfalls zu Schweißausbrüchen, einem flauen Gefühl im Magen oder einem trockenen Mund kommen. Manchmal treten mehrere Symptome gleichzeitig auf. Bleibt die nervliche Anspannung durch Stress über einen längeren Zeitraum bestehen, können Hände und Knie zittern, während Nervosität und ein Gefühl innerer Unruhe die Stress-Symptome verstärken.

Warum ist Stress so schädlich für die Gesundheit?

Die Stressauswirkungen sind bei jedem Menschen unterschiedlich. Während manche Menschen gut mit Stress umgehen können, leiden andere schon bei niedrigem Stresslevel unter starkem Stress. Zu viel Stress schadet der Gesundheit, kann Krankheiten begünstigen und den Alterungsprozess negativ beeinflussen. Ursprünglich war Stress eine normale Reaktion des Körpers in potenziellen Gefahrensituationen. Schon die Steinzeitmenschen kannten Stress-Symptome, die bei der Begegnung mit wilden Tieren oder menschlichen Feinden auftraten.

Dadurch konnten sie rechtzeitig die Flucht ergreifen oder sich durch zu den zusätzlichen Energieschub ihren Feinden im Kampf stellen. Mit der Ausschüttung von Stresshormon stellt der Körper die dafür erforderliche Energie bereit. Bei Stress wird das Gehirn besser durchblutet und die Muskeln angespannt. Normalerweise ist Stress ein vorübergehender Zustand. Wenn die Stressbelastung jedoch chronisch wird, können die verschiedenen Stress-Symptome Krankheiten wie Burn-out, Magen- und Darmbeschwerden, Blasenerkrankungen, Rückenschmerzen und Bluthochdruck begünstigen.

Kopfschmerzen, Depressionen oder Tinnitus zählen zu den Erkrankungen, die ebenfalls durch zu viel Stress verursacht werden. Auf der geistigen Ebene kann Stress Denkblockaden auslösen, Konzentrationsprobleme und Aggressionen verstärken. Deshalb solltest du negativen Stress möglichst vermeiden und dir regelmäßig eine Pause gönnen, um dich zu entspannen und Stress abzubauen. Zum Gesundheitsrisiko wird Stress erst dann, wenn du deinem Körper keine ausreichende Möglichkeit zum Entspannen gibst.

Lang andauernde Stresssituationen können die Funktion der inneren Organe beeinträchtigen und das Immunsystem schwächen, sodass du häufiger unter Erkältungen und anderen Infektionskrankheiten leidest. Im Magen-Darm-Trakt kommt es aufgrund von zu viel Stress häufig zu Verdauungsproblemen. Das Risiko für Herzinfarkt und hohen Blutdruck ist bei großen Stressbelastungen um ein Vielfaches erhöht. Auch auf den Stoffwechsel wirkt sich ein erhöhter Stresshormonspiegel ungünstig aus.

Muskelverspannungen, die durch zu viel Stress entstehen, verursachen langfristig Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Eine Dauerbelastung durch Stress führt häufig zu chronischen Erschöpfungszuständen, Suchterkrankungen und Depressionen. Mit dem richtigen Stressmanagement kannst du Stress entgegenwirken und die Folgen von Negativ-Stress reduzieren. Um Stress zu bewältigen oder zu vermeiden, solltest du die Ursachen für deinen Stress kennen.

Die wichtigsten Ursachen für negativen Stress

Zu den Stressverursachern, die auch als Stressoren bezeichnet werden, gehören neben Überforderung auch einschneidende Ereignisse, die dein Leben verändern können wie der Tod naher Angehöriger, Trennung, Scheidung oder Jobverlust. Auch glückliche Ereignisse wie die Hochzeit, die Geburt eines Kindes oder die Beförderung können Stress verursachen. Wenn du die Stressoren in deinem Leben identifizieren willst, kannst du eine Zeitlang ein Tagebuch führen und jeden Tag Erlebnisse und Ereignisse, die dich gestresst haben, aufschreiben.

Meist sind es alltägliche Unannehmlichkeiten, Probleme am Arbeitsplatz, kurzfristige Überstunden, Krach mit dem Partner oder Ärger mit Nachbarn, die schließlich zusammengefasst als große Stressbelastung wahrgenommen werden. Finanzielle Nöte können ebenfalls Stressreaktionen im Körper auslösen. Zahlreiche Menschen, die im Schichtdienst arbeiten, ungeregelte Arbeitszeiten hinnehmen müssen, hohem Leistungsdruck ausgesetzt sind oder gar gemobbt werden, leiden deshalb unter Stress. Umwelteinflüsse, wie Lärm, Hitze oder Kälte können Stress verstärken.

Das kannst du gegen Stress tun

Mit einfachen Maßnahmen kannst du dir bei Stress selbst helfen. Auf Medikamente wie Beruhigungsmittel oder Schlafmittel solltest du verzichten. Chemische Arzneimittel wirken nur kurzfristig gegen die Symptome, haben viele Nebenwirkungen und beseitigen nicht die Ursachen von Stress. Wenn du dich abends gestresst fühlst und nicht einschlafen kannst, solltest du eine Tasse Lavendeltee, Baldriantee oder Passionsblumentee trinken. Diese Kräutermischungen helfen gut gegen Stress und Anspannung.

Eine gesunde Ernährung, die reich an Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen ist, schützt dich ebenfalls von negativen Stress-Effekten. Sport und Bewegung sind äußerst wirksam gegen Stress. Zum Stressabbau genügend schon ein Spaziergang an der frischen Luft. Atme tief ein und aus, wenn du spazieren gehst und konzentriere dich auf positive Gefühle.

Sorge für regelmäßige Pausen und ausreichend Schlaf, damit sich dein Körper erholen und Stress besser verarbeiten kann. Zu einem guten Stressmanagement gehören die Vermeidung stressauslösender Situationen sowie das Erlernen einer Entspannungsmethode, die du jederzeit anwenden kannst. Meditation, Yoga-Übungen, autogenes Training und Muskelentspannung nach Jacobson zählen zu den bewährten Entspannungsmaßnahmen, mit denen du gezielt Stress abbauen kannst.

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